Zu Ende - Abbau

Die 3. Tübinger Vesperkirche ist zu Ende. Am Samstag, 11.02.2012 halfen ab 14 Uhr viele fleißige Hände beim Abbau und vesetzten die Martinskirche wieder in ihren gewohnten "Zustand". Die Tische kamen zurück ins Pauline-Krone-Heim, das Geschirr und alles drumherum wanderte wieder in den Keller der Villa Metz, alles wurde geputzt und die Stühle wieder in Reihen gestellt. Es sieht wieder so aus, als sei nichts gewesen...und doch war so viel!!
Herzlichen Dank an alle, die dabei waren, die geholfen und gespendet haben, die Kuchen gebacken haben, die Anteil nahmen ...!


Die dritte Tübinger Vesperkirche ist erfolgreich zu Ende gegangen

Das Leitungsteam blickt froh und dankbar auf 3 Wochen Vesperkirche zurück. Nicht allein die steigenden Besucherzahlen sind Grund zur Freude, zumal es ja andererseits auch Grund zum kritischen Nachdenken gibt darüber, warum es immer mehr Menschen „nötig“ haben, bei uns ein warmes Mittagessen, Kaffee und Kuchen zu verspeisen. Wer unser Konzept näher kennt, weiß ja, dass wir weder eine Kantine, noch eine Armenküche sind, die mittellose Menschen versorgt. Nein, wir sind in erster Linie eine Begegnunsstätte für 3 Wochen im Jahr. Natürlich kommen viele Gäste mit geringen finanziellen Möglichkeiten zu uns. Aber die andere Hälfte sind durchaus gut bürgerliche oder wohlhabende Menschen, die bei uns etwas finden, was es nicht überall gibt.
So hören wir immer wieder, wie schön die Atmosphäre im Rund der Martinskirche ist, vor allem, wenn die Morgensonne ihr Licht durch die Fenster wirft. Das ist, glaube ich, die Stärke unserer Vesperkirche – so Vieles trägt dazu bei, dass Menschen für einige Stunden Ruhe und Geborgenheit finden, Nahrung für Leib und Seele, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die ihre Zeit und Kraft, ihre Freundlichkeit und Fürsorglichkeit einbringen. Friseur, Fußpflege, Krankenschwestern, Büchertisch und das gute Brot mit den süssen Naschereien, die viele Bäckereien und Supermärkte uns kostenlos zur Verfügung stellen. So viele Gemeinden und Einzelpersonen haben Kuchen gebacken, dass er uns so gut wie nie ausging. Nein, auch wenn es mal da und dort kleine Reibereien gab, ging uns die gute Stimmung nie aus, den es war überwiegendst eine ganz freundliches Miteinander zwischen so vielen verschiedenen Menschen.
Wir haben das Essen geteilt, unsere Zeit und viele auch, was sie bedrückt in ihrem Inneren. So viele ganz persönlichen Gespräche sind geführt worden und ich glaube, da hat sich manche Seele erleichtern können.
Darum geht es in unserer Vesperkirche – dass Menschen etwas miteinander teilen, so dass sie ein Stückchen befreiter und erleichterter ihres Weges ziehen können.
Übrigens: Die Dame, die immer aus Stuttgart gefahren kommt und mit ihrem Schwerbehindertenausweis sich das kostenlose Ticket leisten kann, nicht aber, ihre Wohnung den ganzen Winter über warm zu machen – sie ist wieder da gewesen und hat sich mit Tränen der Freude und Rührung verabschiedet....bis zum nächsten Jahr!!!